Denken – Bewusstsein I

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Was meinen wir Menschen, wenn wir vom Denken sprechen?   –   „Was denkst Du gerade?“   –   „Ich hab‘ eine Idee!“   –   „Ich habe gerade gedacht, wir könnten morgen eine Radtour machen.“

Ist Denken ganz all­gemein ein Im Bewusst­sein-haben? – Alles was mir ‚In den Sinn‘ kommt ist Denken?
Wie stehen ‚Gedanken‘ und ‚das Denken‘ zu­einan­der? Ist Denken (als Tätig­keit) das ‚Ver­knüpfen‘ von Ge­danken (Inhal­ten)?

Wenn ich mir Samstag­morgen ‚über­lege‘ in welcher Reihen­folge ich Ein­kaufen, Alt­glas weg­werfen, Auto waschen, Rad­tour, Grillen im Gar­ten, Tele­fonat mit Re­nate, Duschen, Sport­schau-gucken und das Buch lesen über den Tag ver­teilen soll: ist das dann Denken? Habe ich in diesem ‚Über­legen‘ nur diese Posten ‚im Sinn‘ (im Bewusst­sein)? Oder: wo sind die Kri­terien, nach denen ich mir eine even­tuelle Reihen­folge ‚vor­stellen‘ kann? Habe ich die Kri­tierien auch im Bewusst­sein? Alle Kri­terien? Ist dieses ‚Im Bewusst­sein-haben‘ dann denken?

„Was denkst Du gerade?“ – „Anton ist ein blö­der Hund. Er hat ge­sagt, dass mein Tor beim Fuß­ball ein reiner Glücks­treffer ge­wesen sei.“   –   Ist das Denken, wenn ich meinem Ge­fühl von Ärger über An­tons Satz eine Form, eine ver­bale Formu­lierung gebe?

Was ist Denken?   –   Sollte man statt -„Ich habe mir gedacht …“- eher sagen: „Mir ist ins Bewusst­sein ge­kommen.“? oder: „Mir ist eine Emp­findung/ein Gefühl hoch ge­kommen.“ ?

In meinem Bewusst­sein sind ver­schiedene In­halte:
Gefühle, die in mir auf­steigen; ratio­nale Ge­danken und Ab­wä­gungen, Pla­nungen; Sor­gen; Refle­xionen; Bil­der und bild­hafte Vor­stel­lungen; Er­inne­rungen …

Ist Denken das ab­sicht­liche, das ge­wollte im-Bewusst­sein-haben? Im Gegen­satz zu all den In­hal­ten in meinem Be­wusst­sein, die ohne mein Zu­tun (ohne meine Ab­sicht und ohne mein Wol­len) dort auf­tauchen?